Absenkschächte

Absenkschächte bieten im Kanalbau gegenüber herkömmlichen Baugruben wirtschaftliche Vorteile. Die wasserundurchlässigen Absenkschächte werden ohne Verbau mit wenig oder ohne Wasserhaltung im Absenkverfahren eingebaut.

Ein weiterer Vorteil: Das Grundwasser muss auf der Baustelle nicht abgesenkt werden. Es wird einfach nach dem Setzen des Schachtes aus der Grube gepumpt. Auch auf engstem oder dicht besiedeltem Raum ist das Setzen eines Absenkschachtes möglich. 

Die Schachtsysteme bestehen aus Startschacht, Durchfahrschächten und Zielschacht.

Absenkschächte werden in verschiedenen Durchmessern hergestellt. Die Schachtdurchmesser bestimmen sich dabei nach den Abmessungen der Vortriebsrohre sowie ihrer Verwendung.

Die runden Schächte erlauben ein Pressen in alle Richtungen – dieses gilt bei der Berliner Bauweise auch für die Seitenanschlüsse der Grundstücke und Straßenentwässerung. 

Die glatte und geschlossenporige Betonoberfläche des Schachtunterteils erleichtert den Absenkvorgang.

Nach erfolgtem Rohrvortrieb können die Absenkschächte entweder direkt zu einem Einsteigschacht ausgebaut werden oder es wird ein zusätzlicher Einsteigschacht (Schacht-im-Schacht-Bauweise) in den Absenkschacht eingebaut.

Das Einbinden der Seitenanschlüsse und der Ausbau zu Einsteigschächten macht die Absenkschächte zum wichtigsten und charakteristischen Bauteil des Kanalnetzsystems.