Infrastrukturkanäle

Fertigbauwerk Infrastrukturkanal

Der Infrastrukturkanal findet bei der Versorgung öffentlicher und gewerblicher Gebäude und Anlagen angesichts seiner Vorteile gegenüber der klassischen Verlegung immer häufiger Anwendung. Da Leitungen und Kabel direkt zugänglich sind, können Reparaturen und Wartungen einfach realisiert werden. Die Begehbarkeit ermöglicht eine unkomplizierte Überwachung der Leitungen.

Aufgrund des technischen Fortschritts oder zur Ergänzung von Maschinen und Gebäuden unterliegen bestehende Leitungsnetze einem stetigen Wandel. Bei geschlossenen, genutzten Oberflächen und Gebäudekomplexen sind der Ersatz, die Ergänzung oder Erweiterung von Leitungsnetzen teuer und enden nicht selten in schlechten technischen Kompromissen. Gut geplante Infrastrukturkanäle hingegen ermöglichen die problemlose Erweiterung des Netzwerks oder den Ersatz von Leitungen.

In der Regel finden in Infrastrukturkanälen Leitungen für Wasser, Fernwärme, Kälte, Strom, Gas und Kommunikation ihren Platz. Aber auch die Leitungen für flüchtige Stoffe, wie z. B. Sauerstoff bei der Versorgung von Krankenhäusern, können in einem Medienkanal verlegt werden.

In einer längerfristigen Wirtschaftlichkeitsbetrachtung sind Medienkanäle bei entsprechenden Bauvorhaben häufig günstiger als die klassische Verlegung. Die Einbeziehung der zusätzlichen Nutzungsmöglichkeiten, der Flexibilität bei Änderungen/Erweiterungen und der Ausfallsicherheit machen sie zu einer äußerst interessanten Alternative. Infrastrukturkanäle können sowohl als Rundrohr als auch als Rechteckrohre kundenspezifisch gefertigt werden.

Die Anordnung der Leitungen

Technische Zeichnung eines Infrastrukturkanal

Je nach Bedarf können in einem begehbaren Leitungsgang unterschiedliche Leitungen geführt werden. Von den verschiedenen Leitungsarten, die in dem Leitungsgangquerschnitt eingebracht werden, ist die jeweilige Positionierung der verschiedenen Leitungen abhängig.

So befinden sich Gasleitungen generell im oberen Bereich, während die Wasserleitungen (abwasser und Trinkwasser) tendenziell unten angeordnet sind. Die Leitungen werden entweder auf dem ebenen Boden aufgesetzt oder zwischen den Stüzen freihängend angeordnet. Bei einer späteren Erhöhung der Leitungsanzahl ist auch eine nachträgliche Befestigung von Stützkonstruktionen denkbar.

Infrastrukturkanäle aus Rahmen

Eine der wirtschaftlichsten Methoden unterschiedliche Medien im unterirdischem Rum zu verbauen ist der Infrastrukturkanal. Hierzu werden Rahmenelemente – je nach Anforderung – mit Tragsystemen, wie zum Beispiel Montageschienen, ausgestattet. So können die unterschiedlichen Kabel und Leitungen in den Kanal verlegt werden.

Für Revision und Bewirtschaftung werden Rahmenelemente mit deckenseitiger Öffnung DN 625 bis DN 800, auf Wunsch auch mit angefomten Spitzende nach DIN4034- 1, gefertigt.

Abzweige oder Anschlusspunkte unterschiedlicher Dimensionen werden werkseitig vorkonfektioniert. Individuell gefertigte Rohrkrümmer können aufwändige Bauwerke ersetzen.