Infrastrukturkanäle

Der Infrastrukturkanal findet bei der Versorgung öffentlicher und gewerblicher Gebäude und Anlagen angesichts seiner Vorteile gegenüber der klassischen Verlegung immer häufiger Anwendung. Da Leitungen und Kabel direkt zugänglich sind, können Reparaturen und Wartungen einfach realisiert werden. Die Begehbarkeit ermöglicht eine unkomplizierte Überwachung der Leitungen.

Aufgrund des technischen Fortschritts oder zur Ergänzung von Maschinen und Gebäuden unterliegen bestehende Leitungsnetze einem stetigen Wandel. Bei geschlossenen, genutzten Oberflächen und Gebäudekomplexen sind der Ersatz, die Ergänzung oder Erweiterung von Leitungsnetzen teuer und enden nicht selten in schlechten technischen Kompromissen. Gut geplante Infrastrukturkanäle hingegen ermöglichen die problemlose Erweiterung des Netzwerks oder den Ersatz von Leitungen.

In der Regel finden in Infrastrukturkanälen Leitungen für Wasser, Fernwärme, Kälte, Strom, Gas und Kommunikation ihren Platz. Aber auch die Leitungen für flüchtige Stoffe, wie z. B. Sauerstoff bei der Versorgung von Krankenhäusern, können in einem Medienkanal verlegt werden.

In einer längerfristigen Wirtschaftlichkeitsbetrachtung sind Medienkanäle bei entsprechenden Bauvorhaben häufig günstiger als die klassische Verlegung. Die Einbeziehung der zusätzlichen Nutzungsmöglichkeiten, der Flexibilität bei Änderungen/Erweiterungen und der Ausfallsicherheit machen sie zu einer äußerst interessanten Alternative. Infrastrukturkanäle können sowohl als Rundrohr als auch als Rechteckrohre kundenspezifisch gefertigt werden.