Planung und Bauausführung

Die Konstruktion von Flächenbefestigungen mit Pflasterdecken und Plattenbelägen hängt wesentlich vom vorgesehenen Nutzungszweck, der Belastung durch Verkehr und den Eigenschaften des Untergrundes ab. Bei der Planung von Pflasterdecken und Plattenbelägen müssen jedoch auch weitere Beanspruchungen, wie z. B. Temperaturbeanspruchung, Frostwirkung, Tausalz-Angriff und Pflasterreinigung, berücksichtigt werden. 

Die Dicke des Straßenaufbaues ist so festzulegen, dass ein ausreichender Ermüdungswiderstand gegen Belastung aus Verkehr und Witterung während der geplanten Nutzungsdauer sowie eine ausreichende Frostsicherheit gewährleistet ist. Pflasterdecken können bei öffentlichen Verkehrsflächen der Belastungsklasse BK 3,2 gemäß den RStO 12, bei Rad- und Gehwegen sowie bei privaten Flächenbefestigungen verwendet werden. Für die Befestigung von ländlichen Wegen, Flugbetriebsflächen sowie durch Sonderlasten beanspruchte Verkehrsflächen gelten gesonderte technische Regelwerke. Flächen, auf denen Geschwindigkeiten von über 60 km/h zulässig sind, sollten nicht mit Pflasterdecken befestigt werden.

Üblicherweise besteht der Oberbau von Verkehrsflächenbefestigungen mit Pflasterdecken und Plattenbelägen aus mehreren Schichten. Bei der Pflasterbauweise in ungebundener Bauweise werden am häufigsten Tragschichten ohne Bindemittel (ToB) ausgeführt. Bei besonderen Untergrundverhältnissen und/oder sehr hohen Beanspruchungen kann der Einbau von wasserdurchlässigen Asphalttragschichten oder Dränbetontragschichten sinnvoll sein. Derartige gebundene Tragschichten weisen einen höheren Widerstand gegen kurzzeitige und dauerhafte Verformungen auf. Die nachfolgende Abbildung zeigt beispielhaft den Schichtenaufbau von Verkehrsflächenbefestigungen mit einer Pflasterdecke (Abb. 1).