Maschinelle Pflasterverlegung

Die Entscheidung für eine maschinelle Verlegung sollte bereits bei der Planung einer Baumaßnahme berücksichtigt werden. Durch den Einsatz von Verlegemaschinen kann die Ökonomie einer Baustelle deutlich gesteigert werden. 

Verlegerichtung und Anfangspunkt sind vor Beginn festzulegen und sollten bereits in den Planungsunterlagen vermerkt werden. Vor allem ist die Angabe der Verlegerichtung wichtig.

Generell gelten bei der maschinellen Verlegung die gleichen Regeln wie bei der Handverlegung. 

Pflastersteine mit einem nuancierenden Farbverlauf (z. B. grau/schwarz nuanciert) sollten nicht maschinell verlegt werden. Durch die lagenweise Verlegung lässt sich der charakteristische Farbverlauf nicht erstellen. Bei Betonsteinpflaster gilt allgemein: Dem Vorteil einer rationellen Verlegung stehen mögliche schachbrettartige Farbnuancen, insbesondere bei unifarbenen Produkten, gegenüber.

Pflastersteine mit einer Dicke von 6 cm können zwar maschinell verlegt werden – allerdings hat es sich gezeigt, dass eine Verlegung erst ab eine Steindicke von 8 cm effizient ist.

Um die maschinelle Verlegung möglichst wirtschaftlich zu halten, sind die Randeinfassungen auf das Rastermaß des Steinsystems abzustimmen. So werden aufwendige Schneidearbeiten vermieden. Das exakte Rastermaß der Steine muss vor Beginn der eigentlichen Verlegung ermittelt werden, indem einzelne Steinreihen per Hand ausgelegt werden. (Abb. 11 und Abb. 12) Dabei ist auf eine ausreichende Fuge nach DIN 18318 zu achten. Die vorab ausgelegten Steinreihen dienen später zum Anlegen der Verlegeeinheiten und erleichtern dann das Ausrichten.

Für die maschinelle Verlegung sollten immer spezielle Verlegemaschinen eingesetzt werden. Die Verlegeklammer muss vierseitig greifen und ein Gewicht von mindestens 350 kg sicher halten können. Optimal ist eine Klammer mit Anlegehilfe oder Abdrückvorrichtung (Abb. 13). So wird beim Anlegen ein Verkanten der Steine vermieden und ein gleichmäßiges Fugenbild sichergestellt. Umgebaute Stapler sollten auf keinen Fall für eine maschinelle Verlegung eingesetzt werden, da sie punktuell hohe Horizontalkräfte in den Belag einleiten, die zu Verschiebungen führen können. Auch große, gummibereifte Bagger sollten möglichst nicht eingesetzt werden, da auch sie Verschiebungen verursachen. Die  Verlegung findet grundsätzlich von der verlegten Fläche aus statt. 

Bei der maschinellen Verlegung sollten nur Pflastersteine mit 2 - 2,5 mm starken Abstandhaltern zum Einsatz kommen. Da die Einspannkraft der Lage beim Ablegen nachlässt, fällt Steinlage bogenförmig aus der Verlegeklammer, sodass DIN-gerechte Fugen von rund 3-5 mm bzw. 5 - 10 mm entstehen (Abb. 13). 

Die Verlegeeinheiten sollten wechselweise aus mehreren Paketen verlegt werden. Jede Verlegeeinheit ist nach dem Ablegen sofort auszurichten, um ein gleichmäßiges Fugenbild zu erstellen. Für das Ausrichten ist ein Richteisen am zweckmäßigsten (Vorsicht bei Steinen ohne Fase!). Nach dem Einfugen ist das Ausrichten nur noch bedingt möglich. Das Erzeugen von Pressfugen hat zur Folge, dass eine Lastübertragung von Stein zu Stein über die Fuge nicht mehr möglich ist. Die Folge sind deutliche Schäden am Pflasterbelag. Außerdem können Maßtoleranzen nicht ausgeglichen werden. Das Zusammenschieben der Steine mit einem Vorschlaghammer und/oder einem Kantholz ist auf jeden Fall zu unterlassen.

Die abgelegten und ausgerichteten Verlegeeinheiten sind kontinuierlich mit dem Fortschreiten der Verlegearbeiten zu verfugen, um der Fläche ihre nötige Stabilität zu geben. Fahrbewegungen auf nicht eingefugten und abgerüttelten Bereichen sind zu vermeiden. Außerdem sollte die Verlegemaschine keinesfalls mehrfach die selbe Fahrstrecke zurücklegen, da dieses die Gefahr einer Fahrspurbildung erhöht. Gleichfalls sollte ein starkes Abbremsen und Anfahren an der Verlegekante vermieden werden. 

Nach dem Abschluss der Verlegearbeiten ist die Fläche sauber abzukehren und mit einem Flächenrüttler bis zur Standfestigkeit abzurütteln. 

Ausführlicher Informationen zur maschinellen Verlegung finden Sie in der SLG-Broschüre „Merkblatt für die maschinelle Verlegung von Betonpflastersteinen.“