Regenrückhaltebecken aus Rechteckrohren

Hochwertige Bauteile reduzieren Montagezeit

Durch die einfache Montage konnte die Montagezeit erheblich reduziert werden.

Südlich der Schachtanlage Asse II bei Remlingen, Landkreis Wolfenbüttel, wurde ein Regenrückhaltebecken mit vorgeschaltetem Absetzbecken aus Rechteckrohren der BERDING BETON GmbH gebaut. 

Die Asse II ist ein ehemaliges Salzbergwerk, in das schwach- und mittelradioaktiver Abfall eingelagert wurde. Seit 2009 ist das Bundesamt für Strahlenschutz Betreiber der Anlage. Es wird die Schachtanlage nach den Bestimmungen des Atomrechts schließen. Dazu gehört die vollständige Rückholung aller Abfälle, die in der Asse bislang gelagert wurden. 

Das anfallende Regenwasser wird über das örtliche Kanalnetz abgeleitet. Um dieses bei Starkregen nicht zu überlasten, war der Bau einer – dem Kanalnetz vorgeschalteten – Retentionsanlage erforderlich. 

Der Bauherr entschied sich für eine geschlossene Bauweise in Form eines Stauraumkanals aus Fertigteilen. Die Unterhaltungskosten im Gesamtzeitraum der Nutzung und die gegebenen Platzverhältnisse waren für diese Entscheidung ausschlaggebend. 

Qualitativ hochwertige Ausführung

„Um den Ansprüchen an Technik, Ökologie und Ökonomie gerecht zu werden, liefern wir hochwertige Bauteile. Maßgenauigkeit, Bauteilverbindungen mit prüfbaren Dichtungen, eine ständige Qualitätsüberwachung während der Produktion und Termintreue sind Standards, die für uns selbstverständlich sind“, erklärt Stefan Gercke, Fachberater der BERDING BETON GmbH. „Spezielle Produktionsverfahren unter Einsatz moderner Maschinentechnik ermöglichen eine Fertigung mit minimalen Toleranzen im Bereich der Fügung. Hierdurch gewährleisten wir nicht nur den exakten Sitz der Dichtungen, sondern auch Druckwasserdichtheit bis 1 bar und eine schnelle Montage.“

„Durch die qualitativ hochwertige Ausführung der Bauteile konnten wir die Montagezeiten erheblich reduzieren“, verdeutlicht Jürgen Manthey, Bauleiter der ausführenden Stratie GmbH. „In nur drei Tagen wurde die komplette Anlage montiert.“ 

Bauart mit vielen Vorteilen

Ein weiterer Vorteil der geschlossenen Anlage: Einmal eingebaut, arbeitet die Anlage problemlos – bei einer erwarteten Lebensdauer von mindestens 70 Jahren, doppelt so lang wie bei einem klassischen Klärbecken. Wartungsarbeiten an der Anlage sind nicht notwendig. Lediglich die herausgefilterten Sedimente sind in vorgegebenen Reinigungsintervallen zu entsorgen. Bei geschlossenen Anlagen werden Verschmutzungen durch Laub, Äste oder Gräser weitestgehend verhindert. Ein Verkrauten, wie es bei offenen Anlagen oft der Fall ist, ist ausgeschlossen. 

Das Regenrückhaltebecken besteht aus insgesamt 27 Rechteckrohren in zwei Strängen. Jedes Element hat eine Baulänge von 3 m, eine Breite von 5 m und eine Höhe von 2 m. Die Wandstärke beträgt 250 mm. Somit besitzt jeder Rahmen ein Einzelgewicht von über 31 t. Um das Zusammenziehen der einzelnen Elemente zu ermöglichen, wurden bei dieser Doppelstranganlage die Zuganker innen liegend angeordnet. 

Im Vorfeld mussten verschiedene Varianten des Rückhaltebeckens konstruiert und betrachtet werden. Dieses lag zum einen an den schwierigen Platzverhältnissen mit wechselnden Grundwasserständen. Zum anderen mussten besondere statische Herausforderungen gelöst werden.

„Die Vorbereitung durch die Mitarbeiter der BERDING BETON GmbH war ausgezeichnet,“ lobt Jürgen Manthey. „Durch die enge Zusammenarbeit konnten wir bereits im Vorfeld die beste Lösung für dieses Bauvorhaben ermitteln. So gab es auf der Baustelle keine bösen Überraschungen.“

Das Regenrückhaltebecken besteht aus 27 Rechteckrohren in zwei Strängen.
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